Zu wenig Geld für neue Kleidung? – Upcycling und Secondhand sind die Lösung! 

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Diese beiden Begriffe sind dir völlig fremd? Hier eine kurze Definition:  

Unter Upcycling versteht man die Veränderung, bzw. Aufbesserung, von alter oder kaputter Kleidung. Wenn Dir also beispielsweise ein Shirt nicht mehr gefällt, kannst Du es ganz einfach in ein „neues“ Shirt oder ein anderes Kleidungsstück mit einem anderen Vibe umwandeln.  

Secondhand sollte dir vermutlich schon eher was sagen. Es bedeutet wortwörtlich „zweite Hand“ und gemeint ist, Kleidungsstücke weiterzugeben oder zu verkaufen, um sie nicht wegschmeißen zu müssen oder sie im Kleiderschrank einstauben zu lassen. Denn andere Menschen freuen sich bestimmt noch über dein altes Shirt, das sie meist für günstigere Preise als in größeren Betrieben ersteigern könnten. 

Nicht neu? Einfach mal probieren. 

Diese Hintergrundinfos verdeutlichen schon recht gut, welcher Zweck hinter dem Ganzen steckt. Denn beide Optionen sind dazu da, Kleidung aufzuwerten und weiter zu verwenden – ganz egal ob du selbst weiterhin der Nutzer bist oder andere. Der Sinn hinter dem ganzen Konzept ist es, zu vermeiden, dass die wertvollen Stoffe und die gesamte Arbeit, die mal in dem Produkt gesteckt hat, einfach wegzuwerfen. Damit unterstützt man nämlich nicht nur den Kampf gegen Armut, sondern auch unser Klima! Weil der Klimawandel seit 2020 sehr in den Fokus gerückt ist (hauptsächlich durch die Bewegung „FridaysForFuture“, in welcher viele Jugendliche ihren Platz gefunden haben), wurden alle möglichen Mittel, etwas dagegen zu tun, ebenfalls viel präsenter. So auch Upcycling und Secondhand. Denn bei der Kleidungsproduktion entstehen sehr viele Schadstoffe, die unsere Luft verschmutzen. So wurde es schnell zum Trend, zu upcyclen und nur noch vintage einzukaufen. So weit, so gut… Jedoch fällt auf, wie wenige Menschen ausreichend informiert sind, um zu wissen, wie das alles überhaupt funktioniert.  

Aufwerten alter Teile 

Bei Upcycling kann man grundsätzlich nicht viel falsch machen. Hilfreich ist es allerdings, ein wenig nähen zu können. Dies ist aber auch nicht zwingend notwendig. T-Shirts, Pullover und Hosen lassen sich am einfachsten umwandeln. Ein Tipp: Mach Dir vorab einen Plan im Kopf, was du aus dem Kleidungsstück machen möchtest, bevor du wild drauf los schneidest oder malst. du kannst sowohl mit der Schere, Nadel und Faden, als auch Farbe hantieren. Dir stehen alle Möglichkeiten offen. Eine Skizze schadet für den Anfang mit Sicherheit auch nicht. Als nächstes solltest du die Maße des Kleidungsstücks und von dir selbst nehmen, damit du eine ungefähre Orientierung hast, wie viel Stoff du benötigst. Und dann kann es eigentlich auch schon losgehen! Für Inspiration, was du aus deinen Klamotten alles machen könntest, kannst du einfach mal einen Blick in ein paar Online-Shops von Kleidungsherstellern werfen. Ein Beispiel für größere Ketten ist Zalando. Außerdem gibt es eine TikTokerin, die uns bei dem Thema sehr ins Auge gestochen ist: Mieke entwirft und erschafft gerne ihre eigene Kleidung, bzw. näht sie sich so zurecht, damit es ihr gefällt. Inspo für Farbgestaltung, etc. findest Du am ehesten auf Pinterest.  

Das Coole am Upcycling ist, dass man seiner Fantasie freien Lauf lassen kann und keinerlei Einschränkungen hat. Es gilt: Was nicht passt, wird passend gemacht!  

Und wer weiß, wohin Dich das Ganze noch führt? Aus dieser Art von Kleidungsaufwertung sind schon junge Designer wie Emily Bode oder Bethany Williams entsprungen! Auch Modelabels wie Balenciaga ziehen dem mittlerweile nach und entwerfen beispielsweise aus Schnürsenkeln eine Jacke. Beeindruckend, was alles möglich ist, oder?   

Kohle sparen 

Es arbeiten mittlerweile generell viele Marken mit Upcycling oder eben auch Recycling. Mit Recycling ist hier sowohl die komplette Neuverwendung der Materialien und Rohstoffe gemeint, als auch Secondhand. Der Vorteil an Secondhand ist, wie oben bereits erwähnt, dass es meist viel kostengünstiger ist. Es gibt teilweise Hosen für fünf Euro zu kaufen! Wenn das mal kein Schnäppchen ist! Markenklamotten findest Du auch zu günstigen Preisen. Ein Hugo-Boss-Shirt für 35 Euro oder ein Abendkleid von Prada für nur 150 Euro hören sich doch erstmal nach keinem schlechten Deal an, oder? Die Kleidungsstücke wurden von anderen Menschen in Läden abgegeben und werden nun weiterverkauft. Viele Leute haben auch ihren eigenen Stand auf einem Flohmarkt. Das hört sich vielleicht so überhaupt nicht nach dem an, was Du suchst, doch man sollte niemals zu früh über etwas urteilen.  

Hast du zum Beispiel schonmal etwas von dem Flohmarkt Hornbach in Grünau gehört? Dieser hat von Montag bis Samstag geöffnet. (ACHTUNG: Sonntags nicht!) Dort gibt es häufig trendigere Kleidung als man bei dem Begriff „Flohmarkt“ annimmt. Es ist aber auch nicht auszuschließen, dass du einfach Pech hast und die Sachen ganz und gar nicht dir und deinem Style entsprechen. Vor allem ist es aber schwierig, wenn man dann mal etwas Cooles findet, es wirklich zu ergattern und es nicht jemand anderem überlassen zu müssen, weil man im Kampf um das Stück gescheitert ist. Auf Flohmärkten treiben sich aber so viele verschiedene Leute herum, dass es da kaum Probleme geben sollte. Ein Tipp: Besuche Flohmärkte nicht unbedingt in einer großen Gruppe sondern eher zu zweit oder zu dritt. Denn die meisten Klamotten dort sind Einzelstücke. Nicht dass Ihr Euch die Sachen einander wegkauft. 😉 Bei Secondhandläden solltest du da weniger Auseinandersetzungen miterleben müssen. Es gibt dort nämlich viel mehr Auswahl!  

Auf geht’s: Finde deinen Style. 

Wenn du googelst, werden dir verdammt viele Secondhandläden vorgeschlagen. Aber welche davon sind wirklich lohnenswert und gut? Wir haben dir hier die 10 am besten bewertendsten Vintage-Stores in Berlin rausgesucht, wo du vermutlich am meisten Erfolg haben wirst: 

In Berlin Mitte: 

In Prenzlauer Berg: 

In Charlottenburg: 

In Neukölln: 

In Friedrichshain: 

Also los geht´s! Schnapp dir einen Freund oder eine Freundin und macht euch auf den Weg! Ihr werdet mit Sicherheit fündig. Und auch wenn ihr, aus welchen Gründen auch immer, schlechte Erfahrungen machen solltet, bleibt euch immer noch das Upcycling. Aufgeben ist jedenfalls keine Lösung! Probiert euch einfach durch die Optionen durch. Der Fun-Faktor kommt dabei bestimmt nicht zu kurz.