Mobbing? Das sind deine Optionen!

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Wurdet ihr schon einmal Opfer von Mobbing oder habt mitbekommen, wie jemand gemobbt wurde? Leider gibt es viele Fälle von Mobbing unterschiedlicher Art. Es gibt beispielsweise Cyber-Mobbing oder eben das Mobben vor Ort, bspw. an Schulen oder am Arbeitsplatz. Laut einer Pisa-Studie schätzt man, dass rund 15,7 Prozent aller 15-Jährigen Opfer von Mobbing in der Schule werden. Es kann jeden treffen. Unabhängig vom Aussehen, Alter oder Wohnort. Egal ob reich oder arm. Das spielt dabei überhaupt keine Rolle. Dieses gezielte Ärgern, Schikanieren, Drangsalieren, Gemeinsein und Angreifen, kann auf verbale, non-verbale (Grimassen, Rücken zuwenden, Ausschließen oder böse Gesten) oder physische Art und Weise passieren. Klassische Beispiele sind: fiese Spitznamen, verbale Drohungen, Beschimpfungen, Bodyshaming, An-Den-Haaren-Ziehen, Schlagen oder auch Treten. 

Was kann ich als Betroffener tun? 

Als Betroffener bist du vermutlich im Moment eingeschüchtert und traust dich überhaupt nicht, etwas zu sagen, weil du Angst hast, das alles nur noch schlimmer wird. Vielleicht denkst du auch, dass alles deine Schuld ist, aber das ist es nicht! Du kannst dich ruhig an deine Eltern wenden. Sie werden dir bestimmt helfen und vor allem würden sie sich wünschen, dass du dich bei ihnen wohlfühlst und gern über alles redest. Falls das für dich keine Option ist, kannst du dich auch an Vertrauenslehrer an deiner Schule wenden oder an einen Schulpsychologen, falls ihr einen an der Schule habt. Diese sind dazu verpflichtet, keinem etwas zu sagen, aber können dir dennoch helfen. Falls du gerade akut davon betroffen bist, kannst du dich auch an die Nummer gegen Kummer wenden. Diese bietet dir montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr eine telefonische Beratungsstelle speziell für Kinder und Jugendliche an. Du kannst sie unter der Nummer 116 111 erreichen und bleibst dabei vollkommen anonym. Das Angebot ist kostenlos. 

Was können Nebenstehende/Außenstehende tun? 

Falls ihr mitbekommt, dass jemand in eurem Umfeld gemobbt wird, könnt ihr der Person in jedem Fall helfen. Vor allem, da die Opfer sich meistens gar nicht trauen etwas zu sagen, da sie zu eingeschüchtert sind. Macht euch für die Person stark! 

Ihr dürft nicht davon ausgehen, dass die Eltern der Betroffenen wissen, was in der Schule vorgeht. Denn diese verheimlichen meist, was geschieht und wie es ihnen in Wirklichkeit geht. Oft entwickeln Schüler, welche gemobbt werden, psychische Erkrankungen, wie Depressionen oder Angstzustände. Greift also möglichst schnell ein, sobald ihr Wind davon bekommt, das etwas nicht stimmt. Ihr könntet beispielweise daran erkennen, dass es einer Person schlecht geht, wenn sie sich sehr zurückzieht oder eine starke Verschlechterung der schulischen Leistungen zu erkennen ist. 

Hauptsache ist, dass ihr nicht einfach zuguckt, wie jemand neben euch psychisch langsam immer kränker wird, denn ihr könnt helfen! Falls ihr euch dabei unwohl fühlt, aber gerne etwas unternehmen wollen würdet, dann sprecht doch mal mit jemand anderem darüber. Ihr müsst ja nicht zwingend Namen verwenden. Aber bitte versucht dann gemeinsam Lösungen zu finden oder denkt zusammen darüber nach, wie ihr diese Thematik angehen könntet. 

Handeln! 

Egal, ob Betroffener oder nur Nebenstehender, meldet euch bei einer Vertrauensperson! Das ist das Wichtigste, damit ihr Unterstützung bei eurem Vorhaben bekommt. Das gleiche gilt übrigens auch für Cyber-Mobbing!